Beruf und Ausbildung

Der Beruf wurde am 18. März 1968 mit dem "Gesetz über den Beruf des Pharmazeutisch-technischen Assistenten" geschaffen.

Ursprünglich als Assistenzkraft des Apothekers zur Unterstützung vorwiegend bei der Arbeit im Labor und in der Rezeptur (Herstellung von Arzneimitteln), wandelten sich die Aufgaben im Laufe der Jahre.

 

So steht heute die Beratung und Information über Arzneimittel im Vordergrund. Serviceleistungen, wie die Messung von Blutdruck, Blutzucker- oder Cholesterinwerten als Angebot der Apotheken weiten sich immer mehr aus. Beratungsbedarf besteht zunehmend auch bei den privat Pflegenden hinsichtlich u. A. Körperpflegemitteln, Druckgeschwürprophylaxe, Mitteln gegen Schlaf- und Verdauungsstörungen.

 

Durch die Herstellung von speziellen Kosmetika im dermatologischen Bereich sowie die Aufnahme von Wellness-Produkten sehen sich Apotheken nicht nur als Orte, die im Krankheitsfall aufgesucht werden müssen, sondern auch als Orte, die dem "Wohlfühlen" zuträglich sind.

 

Selbstverständlich sollten Pharmazeutisch-technische Assistenten stets in der Lage sein, auf die besonderen Dienstleistungen der Apotheken und ihren Nutzen für die Kunden hinzuweisen und sie durchzuführen.

 

Die PTA-Ausbildung dauert 2 1/2 Jahre und endet mit der Abschlussprüfung und der Erteilung der Berufserlaubnis durch den Kommunalen Sozialverband Sachsen.

Gesetzliche Grundlagen

  • Bundesrechtlich geregelter Gesundheitsfachberuf (bundesweit anerkannt), geregelt im Gesetz über den Beruf des Pharmazeutisch-technischen Assistenten, zuletzt geändert am 6. Dezember 2011.
  • Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pharmazeutisch-technische Assistenten/innen vom 23. September 1997.

Fortbildung

 

Ständige, individuelle Weiterbildung mit Hilfe von Angeboten des Bundesverbandes PTA, Gewerkschaft „Adexa“ oder entsprechender Behörden, bei denen Fortbildungspunkte gesammelt werden können.

 

 

Es besteht die Möglichkeit der Weiterbildung im Bereich einer/eines Fach-PTA, d.h. eine vertiefende Ausbildung in einem der Fachgebiete wie z.B. Homöopathie. Für die pädagogische Laufbahn gibt es die Lehr-PTA-Ausbildung oder ein Studium des Medizinalpädagogen/-in.

 

Das IWB Plauen arbeitet eng mit der staatlichen Studienakademie Plauen zusammen. In dieser Kooperation besteht nach weiterem Studium die Möglichkeit eines Bachelor-/ Diplomabschlusses.

 

Zugangsvoraussetzungen

  •  Realschul- oder gleichwertiger Abschluss
  • Interesse an medizinischen und naturwissenschaftlichen Fächern

  • gesundheitliche Eignung

  • Eignungsfeststellung in einem Vorgespräch

 

Arbeit / Einsatzmöglichkeiten

Welche Aufgaben erwarten dich?

  • Information und Beratung über Arzneimittel
  • Abgabe von Arzneimitteln und Medizinprodukten
  • Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln
  • Ausüben von Dienstleistungen, wie Blutdruck- und Blutzuckermessungen, Hauttypbestimmungen u. ä.

 Wo kannst du nach der Ausbildung arbeiten? 

  • in öffentlichen Apotheken

  • in Krankenhausapotheken

  • in der pharmazeutischen Industrie oder

  • in der Forschung

Stundentafel

 

Unterricht und Praktika

Gesamtstunden 

 

 

Pflichtbereich

2600

Berufsübergreifender Bereich

240

Deutsch/Kommunikation
Wirtschafts- und Gemeinschaftskunde
Religion oder Ethik
Englisch (fachbezogen)

40
80
40
80

Berufsbezogener Bereich

2360

Arzneimittelkunde
Allgemeine und pharmazeutische Chemie
Chemisch-pharm. Übungen/Untersuchung von Körperflüssigkeiten
Galenik
Galenische Übungen
Botanik und Drogenkunde
Übungen zur Drogenkunde
Pharmazeutische Gesetzeskunde, Berufskunde
Gefahrstoff-, Pflanzenschutz- und Umweltschutzkunde
Medizinproduktekunde
Körperpflegekunde
Ernährungslehre und Diätetik
Fachbezogene Mathematik
Physikalische Gerätekunde
Apothekenpraxis einschl. EDV

280
200
480
140
500
100
120
80
80
60
40
40
80
40
120

Berufspraktische Ausbildung in der Apotheke

870

Apothekenpraktikum

160

Erste Hilfe

16

 

Das Bieten wir dir

  • Lehrveranstaltungen lt. Lehrplan
  • individuelle Ausbildung und Betreuung durch hochmotivierte Lehrkräfte

  • kostenfreie Nachhilfe (bei Bedarf)

  • Bereitstellung und fachgerechte Reinigung von Hygienebekleidung für das Labor

  • Bereitstellung von umfangreichem Arbeitsmaterial für die fachpraktische Ausbildung im Schullabor
  • eigener PC-Arbeitsplatz mit Nutzung des Internets

  • Nutzung der Schulbibliothek

  • Besuch von Arbeitsgemeinschaften

  • Vermittlung adäquater Unterkünfte in Plauen

  • Stadtführung

  • Veranstaltungen, wie Grillnachmittage, Volleyball- und Fußballturniere

Kosten

Alle oben genannten Leistungen fließen in unser Schulgeld ein. Es beträgt 60,- € monatlich.

Mit der Unterzeichnung des Schulvertrages wird zusätzlich eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 100,- € fällig.

 

Die Prüfungsgebühr beträgt 200,- € und wird vor der Abschlussprüfung fällig.

Finanzierung und Förderung

Sollten Probleme bei der Finanzierung des Schulgeldes bestehen, können dir Lösungen
im Rahmen eines persönlichen Informationsgespräches über externe Sponsoren aufgezeigt werden.
  

 

Für die Ausbildung können Sie BAFöG-Leistungen beantragen. Nähere Informationen erhalten sie bei Ihrem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung (Stadtverwaltung, Landratsamt).  

 

Das Schulgeld (ohne Kosten für Unterkunft und Verpflegung) kann zu 30 Prozent (maximal 5.000 €)
von der Steuer abgesetzt werden, solange Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibetrag besteht.
  

 

Darüber hinaus kannst du, bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen, eine Schülerfahrkarte beim
Verkehrsverbund Vogtland beantragen.

 

Natürlich erhalten alle Schüler des IWB einen Schülerausweis. So kannst du Schülerermäßigungen
in vollem Umfang nutzen.